In ganz Schweden durchstöbern Küchenchefs die Natur und verarbeiten alles, was gesammelt und regional produziert wird. Hiermit wird einerseits Neuland betreten, andererseits werden jedoch auch traditionelle, Zubereitungsmethoden und -techniken wiederentdeckt. Die Rolle des Kochs hat eine neue Gestalt angenommen, man konzentriert sich nicht länger nur auf die Arbeit in der Küche, sondern wendet viel Zeit dafür auf, Rohwaren und Zutaten von bester Qualität zu finden und eine enge Zusammenarbeit mit Bauern, Züchtern und Produzenten aufzubauen.
Die schwedische Gastronomie hat zudem eine lange Tradition, über die Landesgrenzen zu schauen. Die schwedische Küche wäre nicht da, wo sie heute ist, wenn man sich nicht anderen Kulturen geöffnet hätte. Seit den 1950er Jahren hat Schweden eine große Zahl von Migranten aus unterschiedlichen Teilen der Welt aufgenommen. Sie haben entscheidend zur Entwicklung der Gastronomie im Hinblick auf Zutaten, Techniken und Traditionen beigetragen. Außerdem haben sie geholfen, eine gesunde und vielseitige Restaurantszene aufzubauen, in der eine beeindruckende Anzahl unterschiedlicher Einflüsse zu finden ist.
Als Beweis für die hervorragende Qualität der Köche kann erwähnt werden, dass immerhin zwei der 50 besten Restaurants der Welt in Schweden liegen sowie zehn weitere Gastronomiebetriebe, die im Guide Michelin mit Sternen ausgezeichnet sind. Zwei der Restaurants – Mathias Dahlgren und Frantzén – haben sogar zwei Sterne, was in keinem anderen skandinavischen Land zu finden ist.
Quelle: The World's 50 Best Restaurants
Frantzén/Lindeberg – Three Dishes von vdKG Design auf Vimeo.
MD All Episodes von Mathias Dahlgren auf Vimeo.