Exotische Wintererlebnisse

Wollen Sie den Alltag für eine Weile vergessen? Bei uns gibt es Platz genug. Ein kalter Wintertag in Schwedens Gebirgen oder Großstädten ist wie eine Vitaminspritze, die zu gleichen Teilen mit frischer Luft und entspannender Stille gefüllt ist.

  • Kebnekaise in Swedish Lapland

Kebnekaise in Swedish Lapland

Das Thermometer zeigt einige Grad unter Null an, ein eisiger Windstoß zwickt schelmisch in die Wange, während das starke Sonnenlicht dazu zwingt, die schneeweiße Landschaft mit zusammen gekniffenen Augen zu betrachten. Der Himmel ist unverschämt blau. Weit draußen im Fjäll, einer Gebirgsregion, die ungefähr genauso groß ist wie Portugal, ist Abenteuer der Normalzustand. Mit dem Flugzeug, dem Auto, dem Schneeskooter, dem Hundeschlitten oder auf Skiern bzw. Schneeschuhen kommt man praktisch überall hin.
 
Tag und Nacht am Ende des Weges
Hier oben im Norden liegen die Häuser weit voneinander entfernt. Hotels und andere Unterkünfte in dieser Gegend zu bauen, kann bisweilen eine echte Herausforderung sein. Nehmen wir zum Beispiel das weltberühmte ICEHOTEL in Jukkasjärvi: Das Hotel hat während seines knapp zwanzigjährigen Bestehens den Ruf erworben, eines der absolut besten Erlebnisse der Welt zu bieten. In den Hotelzimmern schläft man auf einem Bett aus Eis, auf dem allerdings auch ein Rentierfell liegt. In der Icebar entspannt man sich zwischen Theatervorführung und Skulpturenausstellung mit einem Vargtass (= Wolfstatze: Drink aus Wodka und Preiselbeersaft) in der Hand, der in Eisgläsern serviert wird. Outdoor-Aktivitäten wie Elch- und Schneeskootersafari oder Iceracing stehen ebenfalls auf dem Programm. Das Hotel folgt zudem der deutlichen Umweltzielsetzung, in absehbarer Zukunft CO-negativ zu sein, d.h. mehr erneuerbare Energie zu produzieren als zu konsumieren. Und wenn das Hotel im Frühling schmilzt, kann man wirklich von Recycling sprechen.  

Entlang dieser lang gestreckten Bergkette gibt es eine Reihe ungewöhnlicher Unterkünfte, die so genannten Fjällstationer - Bergstationen. Von den insgesamt zehn Stationen liegen fünf am Ende eines Weges und vier in wegelosem Terrain. Hier sind Abgeschiedenheit und Stille absolut. Allein die Namen der Stationen, die häufig aus dem Samischen kommen, beschwören Träume von unberührter Idylle herauf: Abisko, Kvikkjokk, Saltoluokta, Sylarna, Vålådalen, Blåhammaren, Storulvån und Kebnekaise (vom in der Nähe gelegenen, höchsten schwedischen Berg (2.111 m) mit gleichem Namen überblickt man ein Elftel von Schwedens Landfläche!). Einer der besten Orte der Welt, um das Nordlicht zu sehen, ist die Aurora Sky Station in der Nähe der Abisko Bergstation. Man erreicht die Station über Schwedens längsten Sessellift, und während der Fahrt kann man das Nordlicht bewundern, das über das nachtschwarze Firmament tanzt.

Die Bergstationen erreicht man auf unterschiedliche Art: Mit dem Auto, dem Bus, auf Skiern, mit dem Schneeskooter, auf Schneeschuhen oder – falls man es eilig hat – mit dem Hubschrauber. Hier ist die Luft ist so sauber, wie sie es nur sein kann und die Tage werden mit Skifahren, Bergwandern, Eisklettern, Lesen am offenen Kamin oder Eisfischen in einem der unzähligen Seen und Flüsse verbracht. Ist einem das Anglerglück hold, gibt es Saibling, Forelle, Quappe oder Felche zum Abendessen. Angelscheine sind so gut wie überall erhältlich – an Tankstellen, in der Touristeninformation, im Supermarkt und in Sportgeschäften.

Noch nicht extrem genug? „Ark“ (Arche) ist der Name einer fünf Quadratmeter großen „compact living“-Hütte, in der bequem 2-3 Personen Platz haben. Auf dem meterdicken Eis des Sees Torneträsk kann man von dieser Hütte aus im Liegen Eisfischen; die Sicht beträgt im kristallklaren Wasser über zehn Meter. Und vor der Hütte ist die Aussicht einfach unbeschreiblich. Der Himmel ist sternenklar, die Landschaft aus Schnee und Eis glitzert. Der Bergführer und Eigentümer des Camps, Kenny Hansson, bringt Sie im Hundeschlitten hin. Einer der Höhepunkte ist der abendliche Besuch des Camp-Kochs, der aus regionalen Zutaten ein köstliches Abendessen zubereitet. Freuen Sie sich auf Ren-, Elch- oder Bärenfilet, Felche, Polarbeeren, Preiselbeeren, in Stollen gezogene Shitakepilze und eine Auswahl guter Weine.

Alpines Skilaufen und andere Winterfreuden
Einige der besten Abfahrtsläufer aller Zeiten kommen aus dem kleinen Dorf Tärnaby im Herzen der majestätischen lappländischen Bergwelt. Im Skigebiet Tärnaby-Hemavan gibt es Pisten, die nach Ingmar Stenmark und Anja Pärson benannt wurden. Ein gutes Stück weiter nördlich liegt Schwedens nördlichster Skiort Riksgränsen, wo das einzige Hotel bis in den Juni hinein eine fantastische Skiatmosphäre bietet. Schwedens größter Skiort Åre, in dem im Winter 2007 die Alpine Skiweltmeisterschaft ausgetragen wurde, verfügt über ein enormes Angebot an Hotels, Apartments, Restaurants und Nachtclubs. In Åre, genau wie in zahlreichen anderen Skigebieten, gibt es auch außerhalb der Pisten jede Menge zu tun. Spa-Anlagen mit Massage sind in Åre und Riksgränsen zu finden. An zahlreichen Skiorten werden Sitzbäder in mit Holz beheizten Hot Tubs im Freien unter dunklem Nachthimmel, Schneeskootersafaris, Hundeschlitten und an manchen Orten auch so ungewöhnliche Sportarten wie Schneegolf angeboten.

Der kälteste Marktplatz der Welt
Jokkmokks Markt, der jedes Jahr Anfang Februar abgehalten wird, geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Er wurde einst vom König als der Ort bestimmt, an dem die anreisenden Kaufleute mit der dort lebenden samischen Bevölkerung Handel treiben konnten. Noch heute ist der samische Einschlag deutlich zu spüren und der Markt bietet eine einzigartige Gelegenheit, die samische Kultur und Tradition kennen zu lernen. Von den Verkaufsständen und Schlitten aus werden Silber und Messerschneiden, Pelze, selbst gebackenes Brot und traditionelles Kunsthandwerk zum Kauf angeboten. Auf dem Unterhaltungsprogramm stehen Vorführungen, Konzerte, Tanz, Vorträge und Ausstellungen sowie Ausflüge mit dem Hundeschlitten oder Schneeskooter auf dem Talvatisjö-See, während die Samen das alljährliche Renrajd – ein Rennen mit Rentierschlitten - vorbereiten. In Schweden leben ungefähr 20.000 Samen, von denen sich viele auf diesem kältesten Marktplatz der Welt treffen. 

Spielplätze auf Eis und Schnee – mitten in der Großstadt
Ab Dezember trägt Stockholm für gut vier Monate sein weißes Winterkleid. Weniger als eine halbe Stunde vom Großstadttrubel entfernt liegen zugefrorene Seen und Buchten, und die Stockholmer begeben sich außer Haus, um sich einem beliebten Freizeitvergnügen zu widmen – dem Langlaufschlittschuhfahren. Anfängern wird empfohlen, sich am altehrwürdigen Sportplatz von Östermalm einzufinden (eine Viertelstunde zu Fuß vom Östermalmstorg entfernt), wo man Schlittschuhe leihen und üben kann. Beherrscht man die Technik, warten unvergessliche Ausflüge auf spiegelglatten Förden weit hinaus ins Meer.
Steht einem eher der Sinn danach, Stockholms Skyline von der Skipiste aus zu bewundern, hat man hierzu auf dem Hammarbybacken im Süden der Stadt die Möglichkeit. Die Skianlage, von deren Pisten man über die Dächer der Stockholmer Innenstadt blickt, und die nach Einbruch der Dunkelheit von Neonschildern beleuchtet wird, ist für Ski-Freaks und Anfänger gleichermaßen geeignet und leicht zu finden. Abends geöffnet. Zum Aprés Ski geht es dann ins Restaurant Göteborg, das in der Nähe direkt am Wasser liegt. 
Noch nicht extrem genug? Wie wäre es mit einem Winterbad in der Nähe der Stockholmer Innenstadt? Am Hellasgården im Naturschutzgebiet Nacka und auf dem Domarudden in Österåker gibt es nicht nur ausgezeichnete Loipen und Wanderwege, sondern als krönenden Abschluss am Seeufer gelegene Saunaanlagen. Nachdem man in der gut 80 Grad heißen Sauna tüchtig ins Schwitzen gekommen ist, läuft man mit schnellem Schritt zum Badesteg, um ins an die Null Grad kalte Wasser zu steigen. Häufig muss hierzu ein Loch ins Eis gehauen werden. Es heißt, dass Kälte und kalte Bäder die beste Verjüngungskur sind. Vielleicht ist das ja der Grund dafür, dass Schweden eine so hohe Lebenserwartung haben.

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