Småland

  • Poppy field at Öland

Poppy field at Öland

Småland zählt bei deutschen Urlaubern aus ganz verschiedenen Gründen zu den beliebtesten schwedischen Regionen. Zum einen ist eine Reise nach Småland immer auch eine Reise in die Welt der Kinderbücher von Astrid Lindgren mit ihren tiefen Wäldern, klaren Seen und roten Holzhäusern. Hier waren Michel, Madita, die Kinder aus Bullerbü und andere Figuren zu Hause. Zum anderen hat Småland aber auch viele Highlights und Sehenswürdigkeiten zu bieten, die für einen spannenden und abwechslungsreichen Urlaub sorgen. Denn Småland ist das Herz des schwedischen Glas- und Möbeldesigns und hat darüber hinaus interessante Architektur und viele historische Bauwerke zu bieten. Ein weiterer Faktor für die große Beliebtheit bei deutschen Urlaubern ist aber auch die gute Erreichbarkeit der Region. Denn Småland liegt in Südschweden – nur wenige Autostunden von den großen Fährhäfen der Ostsee entfernt. Und auch mit dem Flugzeug ist Småland mittlerweile selbst für Kurzurlauber gut erreichbar. 

Småländische Natur – von jeher ein Anziehungspunkt 
Småland ist für seine urtümliche Landschaft bekannt: ihre wilde Schönheit, kristallklares Wasser und beeindruckende Wälder. Wer Outdoor-Aktivitäten mag, ist hier genau richtig. Denn Småland ist mit einer Fläche von 32.076 km² zwar fast ebenso groß wie Nordrhein-Westfalen, ist aber mit den etwa 745.000 hier lebenden Menschen nur dünn besiedelt. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen leben mehr als 18 Millionen Menschen. Entsprechend gibt es in Småland mit knapp 90 Naturreservaten sowie tausenden Seen und Inseln auch viel unberührte Natur. Speziell die Naturreservate Store Mosse, Dumme Mosse und Skurugata/Skuruhatt sind beliebt Ausflugsziele. Die Region Småland bietet vor allem für das Kanu- und Fahrradfahren aber auch zum Wandern und Angeln ideale Bedingungen. Bei Kindern sehr beliebt ist auch der Besuch eines Elchparks, von denen es gleich mehrere in Småland gibt. Dazu zählen der Grönåsens Elchpark, der Laganland Elchpark und der Elchsafari Drive-In Smålandet in Markaryd. Ein guter Ausgangspunkt für die unterschiedlichsten Familienunternehmungen ist das ehemalige Landgut Getnö Gård, das auf einer Halbinsel direkt am großen Binnensee Åsnen liegt und einen kleinen Ferienpark beherbergt. Hier gibt es auch die Möglichkeit für die kleinen Gäste, an Ausflügen mit der Naturschule oder Wikingerabenteuern teilzunehmen. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Aktivitäten angeboten. Viel zu lernen und zu sehen gibt es auch im Ökologischen Museum Emåns Ekomuseum in Bodafors mit seinem Vogelbeobachtungs-Turm, einem vier Kilometer langem Naturpfad durch zwölf Biotope und dem Museumsgarten. Seltene Pflanzen und historische Gärten gilt es hingegen in Linnés Råshult zu entdecken, der Geburtsstätte des berühmten Botanikers Carl von Linné. Das heutige Kulturreservat wurde geschaffen, um die für das frühe 18. Jahrhundert typische Landschaft bei Carl von Linnés Geburtsort zu bewahren und zu veranschaulichen. 

Schwedisches Design zum Staunen und Mitnehmen
Glas kann unendlich viele Formen annehmen. Hauchdünnes Kristall, robuste Schalen, frostige Lampenschirme, herausfordernde Kunstwerke – geschickte Glasbläser verwirklichen bisweilen die wildesten Ideen mit diesem Material. Was sich so alles aus Glas herstellen lässt, können Småland-Besucher direkt vor Ort bestaunen. Denn in Småland befindet sich das so genannte Glasreich (Glasriket), in dem sich im Umkreis von 80 Kilometern in den vier Kommunen Emmaboda, Lessebo, Nybro und Uppvidinge insgesamt 15 traditionsreiche Glashütten befinden. Hier schlägt das Herz des schwedischen Glasdesigns, das mit so bekannten Namen wie Orrefors und Kosta Boda Weltruhm erlangt hat. Besucher haben hier nicht nur die Möglichkeit, im Fabrikverkauf richtige Schnäppchen zu machen und außergewöhnliche Glaserzeugnisse mit nach Hause zu nehmen, sondern sie können den Glasbläsern auch bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen oder sich auch einmal selbst beim Glasblasen versuchen. Fester Bestandteil der småländischen Glasbläsertradition ist auch der so genannte Hüttenheringsabend, der in verschiedenen Glashütten zunehmend auch für Besucher durchgeführt wird – ein Abend mit traditionellen Heringsgerichten, Glasbläsergeschichten und Musik. Eine schöne Einführung in die Geschichte des Glasreichs ist auch der Besuch des Schwedischen Glasmuseums in Växjö. Das bedeutendste Kunstwerk des Glasreichs befindet sich hingegen in der Domkirche in Växjö: Ein über vier Meter hoher Altar aus Glas, den der Künstler Bertil Vallien in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen erschaffen hat. Kreativ sind aber nicht nur die småländischen Glasbläser, sondern auch die Möbeldesigner der Region. Denn nicht nur der Möbelgigant IKEA hat seine Wurzeln in Småland. Auch Bruno Mathsson, einer der Väter der klassischen Moderne, war hier zu Hause. Die Klassiker seiner Werke können in einer Ausstellung in seinem ehemaligen Atelier in Värnamo studiert werden. Eine Reise in die Welt des schwedischen Möbeldesigns beginnt nicht selten im Designhotell in Värnamo und führt dann weiter durch das so genannte Möbelreich bis Lammhult, das heutige Mekka des schwedischen Möbeldesigns. Der kleine Ort verfügt wahrscheinlich über die weltweit höchste Dichte an Designausstellungen und Möbelshowrooms pro Kopf. Hier sind unter anderem die innovativen Möbelhersteller Källemo, Norrgavel, Lammhults, Svenssons, Abstracta und Nilssons zu finden. Aber auch anderes Handwerk ist in Småland zu Hause. So werden noch heute in der Schmiede Pålskog in Skillingaryd die Kerzenleuchter und andere Gegenstände mit schweren Hammerschlägen gegen den Amboss geformt. 

Einblicke in längst vergangene Zeiten 
Die Industrialisierung hat in Småland und Schweden vergleichsweise spät Einzug gehalten. Dafür sind aber verschiedene Fabriken und Industriedenkmäler gut erhalten geblieben und geben heute Auskunft darüber, wie die Småländer früher gearbeitet haben. Ein umfassendes Bild über das Dorfleben im 18. und 19. Jahrhundert gibt beispielsweise das Handwerkerdorf Korrö, in dem die Besucher auch in historischen Gemäuern nächtigen können. Das Töllstorps Industriemuseum in Gnosjö veranschaulicht, wie im 18. Jahrhundert nach und nach eine Klein-Industrie entstanden ist und das Hylténs Industriemuseum, das sich ebenfalls in Gnosjö befindet, zeigt eine originale Metallfabrik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch das Eisenhütten-Museum Huseby Bruk bei Växjö gibt interessante Einblicke in die Arbeit von Eisengießereien und Waffenschmieden. Die Geschichte einer ganzen Reihe verschiedener Industrie- und Handwerkszweige lässt sich auch besonders gut in Jönköping nachvollziehen. So war Jönköping früher einmal auf der ganzen Welt bekannt für die Herstellung von Zündhölzern. Diese längst entschwundene Zeit lässt sich heute noch im Streichholzmuseum wieder einholen, das sich am Ufer des Vätternsees in einem Holzgebäude aus dem Jahr 1848 befindet – der damals ersten Streichholzfabrik in Jönköping. Auf dem Gelände (Tändsticksområdet) befindet sich außerdem eines der umfassendsten Radiomuseen Schwedens mit mehr als 1.000 Radiogeräten, Zubehör und Radioliteratur mit technischen Beschreibungen. Hier werden sind mehr als 80 Jahre radiotechnische Entwicklung dokumentiert. Im Werksmuseum des Konzerns Husqvarna gibt es zudem Exponate aus allen aktuellen und ehemaligen Produktionszweigen zu sehen – und das entspricht 380 Jahren schwedischer Industriegeschichte, angefangen bei der Musketenherstellung über Nähmaschinen bis hin zu den Produkten eines internationalen Großunternehmens. Auch das Schmiededorf mit seinen Handwerkern und einer Galerie gehört ins Besuchsprogramm des Kulturinteressierten. Hier wohnten früher die Schmiede, die als Waffenbauer in der Husqvarna-Fabrik arbeiteten. Daneben hat Jönköping aber auch noch andere interessante Museen zu bieten, beispielsweise das John Bauers Museum, in dem sich über 1.000 Werke und Skizzen des weltberühmten Märchenkünstlers befinden, oder das Polarmuseum, wo die Polarexpeditionen von Andrée und Amundsen auf lebendige Weise vor Augen geführt werden. Lebendiges Handwerk gibt es außerdem in der kleinen Stadt Gränna in der Nähe von Jönköping zu erleben: Der Ort hat sich seit 1859 einen Namen in der Zuckerstangenherstellung gemacht und ist bis heute das Zentrum der Produktion für diese so genannten „Polkagrisar“ in Schweden geblieben. Bei einem Besuch in einer der zahlreichen Zuckerbäckereien kann man die Herstellung per Hand noch heute gut verfolgen.

Baukunst aus Holz und Stein
Beeindruckende Bauwerke müssen nicht notwendigerweise riesige Ausmaße haben. So gibt es in Småland zahlreiche historische Kirchen, Gebäude und selbst ganze Stadtteile, die architektonisch sehr interessant sind. Hierzu zählt beispielsweise die historische Altstadt von Eksjö, in der sich an 56 unter Denkmalschutz stehenden Gebäudekomplexen eine 400 Jahre lange Baugeschichte in Holz ablesen lässt. Dabei ist es gut möglich, dass die Besucher auf ihrem Weg durch die Altstadt Knechten, Mägden und Ochsenhändlern aus alter Zeit begegnen, was aber nicht bedeutet, dass sie sich hier in einem Museum befinden. Auch heute noch wohnen und arbeiten viele Menschen aus Eksjö in der historischen Altstadt. Eksjö ist aber auch eine Stadt der Museen. So zeigt im „Eksjö Museum“ eine permanente stadthistorische Ausstellung die Entwicklung der Stadt über die Jahrhunderte. Die ehemalige Militärstadt beherbergt zudem „Smålands Militärhistoriska Museum“ (Militärmuseum) und außerdem die größte Sammlung der Werke von Albert Engström, dem berühmten schwedischen Zeichner und Schriftsteller, der als Klassiker der Karikatur gilt. Erwähnenswert sind in Eksö auch der Fornminnesgården – ein historisches Museum mit altem Handwerk – sowie der Aschanschen Hof und mehrere andere Museen. Wer noch mehr historische Holzarchitektur sehen möchte, dem stehen in Småland zahlreiche Kirchen zum Ansehen zur Verfügung, beispielsweise die Holzkirche in Granhult oder die Steinkirche in Dädesjö mit ihren historischen Deckengemälden. Beide Kirchen stammen aus dem 13. Jahrhundert. Im Bezirk Njudung gibt es außerdem noch neun erhaltene mittelalterliche Kirchen, die allesamt im romanischen Stil aus Stein erbaut wurden. Hier deutet vieles darauf hin, dass die am Bau des Doms zu Lund beteiligten Steinmetze auch die Kirchen von Njudung errichtet haben. Eine eigens zusammengestellte Broschüre der Schwedischen Kirche informiert auch in deutscher Sprache über die Geschichte und die Besonderheiten dieser Mittelalter-Bauwerke. Eine außergewöhnliche Architektur weist auch die Kirche in Habo aus dem 18. Jahrhundert auf: In ihrem Aussehen eifert sie der Bauweise einer Kathedrale nach und wurde mit zahlreichen Wand- und Deckengemälden verziert. Dabei wurde sie aber komplett aus Holz errichtet. Und wer wissen will, wie die Menschen in Småland vor etwa 100 Jahren oder mehr lebten, sollte das Kulturreservat Åsens by in Aneby besuchen. Hier stehen noch heute verschiedene historische Holzgebäude aus unterschiedlichen Jahrhunderten.

PR Manager Deutschland:

Sabine Klautzsch

sabine.klautzsch@visitsweden.com

Tel.: 040 - 3255 1320

Michaelisstraße 22

20459 Hamburg

A part of the official gateway to Sweden