Östergötland

  • Canoeing at St Annas archipelago, in Östergötland

Canoeing at St Annas archipelago, in Östergötland

Die historische Provinz Östergötland zählt zu Südschweden und grenzt im Süden an Småland, im Westen an Västergötland, im Norden an Närke und Södermanland und im Osten an die Ostsee. Daraus ergibt sich für die Region eine große landschaftliche Vielfalt: Im Zentrum der Provinz liegt die Östgöta-Ebene, die sich von Osten nach Westen erstreckt und von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist, nördlich der Östgöta-Ebene liegt eine Verwerfungszone mit steil aufsteigendem Hügelland, das sich sanft nach Norden senkt, und tief eingeschnittenen Seen und Tälern. Südlich der Ebene erstreckt sich eine Hügellandschaft mit zahlreichen Seen. Und die Ostküste ist von ihrer beeindruckenden Schären-Landschaft geprägt. Für die Schönheit der Natur spricht auch, dass in den vergangenen Jahren einzelne Teile der beliebten „Inga Lindström“-Fernsehfilme in Östergötland produziert wurden.
Mit einer Gesamtfläche von 11.726 km² und einer Einwohnerzahl von etwa 415.000 ist die Region – für schwedische Verhältnisse – relativ dicht besiedelt. Die wichtigsten Städte Östergötlands sind Norrköping, Linköping, Motala, Finspång, Söderköping und Vadstena, die allesamt nicht zuletzt auf Grund ihrer historischen Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert sind. Denn wer in der Region nach Zeugnissen der Vergangenheit sucht, wird schnell fündig: Insgesamt 1740 Grabfelder sowie etwa 280 Felszeichnungen mit über 3500 Figuren zeugen von der ältesten Geschichte der Region, die teilweise bis in die Bronzezeit zurück datieren. Reiche Schatz- und Grabfunde geben ein Bild über die kulturelle Entwicklung ab Christi Geburt, Runensteine, wie z. B. der berühmte Rök-Stein, ergänzen das Bild. Vor allem die historische Altstadt von Vadstena und das Birgittinnenkloster zeugen von der Zeit zwischen dem 14. und 17. Jahrhunderts und die industrielle Entwicklung der Region lässt sich auch heute noch gut in den Städten Linköping, Norrköping, Finspång und Motala ablesen. 
     
Faszinierende Geschichte entdecken 
Branntwein, Handel und Klosterleben – das sind die drei wichtigsten Faktoren, welche die Region Östergötland im Mittelalter geprägt haben. Noch heute sind mit den Orten Söderköping, Vadstena und Skänninge drei mittelalterliche Städte erhalten geblieben, die ein lebendiges Bild davon vermitteln, wie es hier vor mehreren hundert Jahren zugegangen ist. Historische Stadtwanderungen, Schlossbesichtigungen, Nachtwanderungen, Schauspiel sowie viele interessante Museen und Handwerksmilieus tragen zu diesem lebendigen Bild bei. Die historische Perle der Region ist die kleine Stadt Vadstena am Binnensee Vättern – eine der besterhaltenen Mittelalterstädte Schwedens mit Wurzeln aus dem 13. Jahrhundert. Mit der Errichtung des berühmten Birgittinnenkloster im 14. Jahrhundert wuchs die Stadt rund um das Kloster weiter und auch ihre Bedeutung nahm mit dem Bau des Renaissance-Schlosses im 16. und 17. Jahrhundert stark zu. Denn das Schloss Vadstena ist der älteste Königspalast des Landes. Aber auch die Stadt Söderköping hat mit ihrer niedrigen Bebauung und einem historischen Straßennetz viel ihres mittelalterlichen Charakters bewahrt. Die wichtige Hafenstadt nahm schon im 12. und 13. Jahrhundert ihre Anfänge entlang der für den Handel wichtigen Wasserwege. Mit der Einweihung des Göta Kanals 1832 nahm die Bedeutung der Stadt noch einmal deutlich zu – nicht zuletzt dank des sehr beliebten Rhenberg Branntweins. Heute lockt Söderköping die Besucher vor allem mit seinen mittelalterlichen Kellerlokalen, dem Göta Kanal, der Schlossruine Stegeborg und historischen Spaziergängen. Zu den ältesten und gut erhaltenen Städten Schwedens zählt auch Skänninge, die im Mittelalter große Bedeutung für den Handel mit Norddeutschland hatte. Der deutsche Einfluss spiegelt sich beispielsweise im Baustil der Kirche Vårfrukyrkan wider, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Ein besonderes Highlight ist in Skänninge der Straßenmarkt, der alljährlich in den ersten August-Tagen veranstaltet wird – Schwedens ältester und größter Straßenmarkt.
Östergötland verfügt aber auch über zahlreiche kulturhistorische Sehenswürdigkeiten der neueren Geschichte. Ein Beispiel hierfür ist Gamla Linköping (Alt-Linköping). Der Altstadtkern Linköpings ist heute eine Art Freilichtmuseum, welches das Leben vor etwa 100 Jahren widerspiegelt – mit historischen Gebäuden, Kopfsteinpflaster, Handwerkern und Kaufleuten. Nördlich von Motala befindet sich Medevi Brunn – Schwedens älteste „Spa-Anlage“ aus dem 17. Jahrhundert und in Finspång zeugen ein Eisenhüttenmuseum und die Hammerschmiede Häfla von der Bedeutung und der Entwicklung der schwedischen Eisenindustrie seit dieser Zeit. Nicht weit entfernt – in Motala – befindet sich auch die Wiege der schwedischen Werkstattindustrie, aus der zahlreiche schwedische Kernindustrien hervorgegangen sind. Die Geschichte der mittelalterlichen Industrie in Östergötland wurde in Åtvidaberg und Mormorsgruvan hervorragend bewahrt – hier wurde immerhin 700 Jahre lang erfolgreich Kupfer abgebaut. Schwedens vielleicht ungewöhnlichstes und vielfältigstes kultur- und industriehistorisches Milieu befindet sich aber in Norrköping. Dort wo zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert Schwedens wichtigste Industriestadt emporgewachsen ist, befindet sich heute das Kulturdenkmal Norrköpings industrilandskap, das zu den besterhaltenen Industrielandschaften der Welt zählt. Sie ist nach wie vor mit Leben gefüllt und beherbergt unter anderem eine Konzert- und Kongresshalle in einer alten Papierfabrik sowie ein Arbeitsmuseum in der alten Baumwollfabrik.

Östergötland aktiv erleben 
Östergötland bietet seinen Besuchern eine überaus vielfältige Natur – lediglich mit hohen Bergen und Wüstenlandschaften kann die Region nicht aufwarten. Für Outdoor-Freunde ist das aber kein Makel, denn Östergötland begeistert durch seine umfassenden Möglichkeiten an Outdoor-Aktivitäten aller Art – angefangen beim Wandern und Fahrradfahren übers Reiten und Golfen bis hin zum Angeln und Paddeln. Die Natur liefert hier die besten Voraussetzungen und der Mensch hat sie noch ein wenig ausgebaut. So gibt es in Östergötland insgesamt 20 Golfplätze im Umkreis von 100 Kilometern, so dass Golffreunde während eines Aufenthalts mehrere Plätze ausprobieren können. Die Region bietet zudem mehrere Wellnesshotels sowohl in der Stadt als auch auf dem Land – aber immer in der Nähe der beeindruckenden Natur. Auch gut gekennzeichnete Fahrradwege auf wenig befahrenen Straßen gibt es in Östergötland eine Vielzahl. Ein besonderes Highlight für Radfahrer ist jedes Jahr im Sommer das Jedermann-Rennen Vätternrunda. Dabei geht es mit dem Rad insgesamt 300 Kilometer rund um den See Vättern. Für weniger ambitionierte Radfahrer gibt es aber auch die Unterkategorien Tjejvättern (spezielles Damen-Rennen), Grabbvättern (MTB-Rennen durch den Wald) und den Minivättern für die Kleinsten. Ein Highlight jedes Östergötland-Aufenthalts ist auf jeden Fall auch der Besuch von Kolmårdens Djurpark – dem größten Tierpark des Nordens. Hier gibt es verschiedene Attraktionen, beispielsweise einen Safaripark, einen Tierpark und eine Delfinshow, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Im Park stehen unterschiedliche Paketangebote zur Verfügung, die beispielsweise Eintritt in den Tierpark oder auch verschiedene Wohnalternativen im Ferienhaus oder Hotel beinhalten.

Erlebnisse am und auf dem Wasser
Das Wasser spielt in Östergötland landschaftlich eine Hauptrolle und lädt zu den unterschiedlichsten Erlebnissen am und auf dem Wasser ein. Ein Klassiker ist beispielsweise die Kreuzfahrt oder ein Tagesbootsausflug auf dem Göta Kanal, der auch entlang des Ufers zahlreiche Sehenswürdigkeiten bereithält. Weniger bekannt – aber nicht minder schön – ist auch eine Fahrt auf dem Kinda Kanal, der einer Länge von 80 Kilometern die Seen Roxen und Äsunden mit einander verbindet. Auf dieser Strecke passieren die Reisenden insgesamt fünf Seen, 15 Schleusen, sieben Kirchen, sechs vorgeschichtliche Burgen, drei Grabfelder und eine große Anzahl Schlösser. Auch der See Vättern, der mit seinem Ostufer an Östergötland grenzt, ist ein absolutes Highlight der Region: Er ist einer der größten Seen Europas und der größte Binnensee Nordeuropas. Mit seinem klaren Wasser und kilometerlangen Stränden lässt er nicht nur zum Sonnen und Baden, sondern auch zu allen möglichen Wassersportaktivitäten ein – angefangen beim Kajak und Kanu fahren über Segeltouren bis hin zu interessanten Tauchgängen. Rund um den Vättern liegen vier wichtige Orte: die Industriestadt Motala, die mittelalterlichen Städte Skänninge und Vadstena und das alte Handelsdorf Ödeshög. Und auch der See Tåkern, einer der bekanntesten Vogelseen Europas, gehört zu den Sehenswürdigkeiten im Land am Vättern. Eine „Wasser-Kategorie“ für sich ist auch der Schärengarten in Östergötland, der in die Unterbereiche Gryts-, St. Anna- und Arkösunds Schärengarten unterteilt ist und viel unberührte Natur bietet. Dies ist der inselreichste Abschnitt der Ostseeküste und da dieser Teil der Küste nicht so viele Besucher anzieht, wie beispielsweise der Stockholmer Schärengarten, ist es hier fast überhaupt kein Problem, seine „eigene“ kleine Insel zu finden. Wer möchte, kann hier die Segel setzen und sich ins Abenteuer begeben oder die vielen kleinen Inseln per Seekajak erkunden. Wer es lieber etwas gemütlicher mag, nimmt einfach eines der Linienboote, die im Schärengarten zwischen den größeren Inseln verkehren, und bewegt sich  von Natur und Badeplätzen zu historischen Anlagen und kulinarischen Erlebnissen. Perfekt für einen Tagesausflug oder auch einen längeren Aufenthalt – schließlich gibt es im Schärengarten verschiedene Hotels, Pensionen, Bed & Breakfast, Jugendherbergen, Ferienhäuser und Campingplätze.

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