Reedereien arbeiten an besserer Umwelt

Die Fährgesellschaften auf Nord- und Ostsee arbeiten daran, ihren Ausstoß an Schwefel zu minimieren. Anlass sind neue gesetzliche Regelungen der EU, die zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.  Dann wird der Schwefelgrenzwert im Treibstoff wird von bislang 1,0 Prozent auf 0,1 Prozent gesenkt.

  • Viking Grace from Viking Line

Viking Grace from Viking Line

Die Reedereien verfolgen dabei unterschiedliche Strategien. Mit modernster Technik und neuen Treibstoffen reagieren sie auf die EU-Direktive und rüsten ihre Fähren in diesem Fahrtgebiet um, damit das Klima sowie die Ökosysteme der Nord- und Ostsee nachhaltig geschont werden.

Neubauten: Flüssiggas erste Wahl

Bei Neubauten wird von vornherein auf umweltschonende Antriebe gesetzt. Sowohl Viking Line als auch Fjord Line betreiben ihre neuen Schiffe mit Flüssiggas. LNG (liquified natural gas) ist derzeit das weltweit modernste Verfahren zum ökologischen Schiffsantrieb in der Praxis. Die Schwefelemission beträgt dabei nahezu Null. Auch andere Abgasemissionen werden drastisch reduziert: Treibhausgase um bis zu 23 Prozent, Stickstoff um 92 Prozent und Partikel um bis zu 98 Prozent. Seit über einem Jahr fährt die MS Viking Grace der finnischen Reederei Viking Line auf der Strecke Stockholm-Turku ausschließlich mit LNG und wird auch während der Hafenliegezeiten mit Flüssiggas betrieben. Zur positiven Umweltbilanz trägt weiterhin das treibstoffsparende Design des Schiffsrumpfs bei.

Bestehende Flotte umrüsten: Scrubber und Hybridsystem

Den Einsatz von schwefelarmen Treibstoff wollen manche Fährgesellschaften vermeiden, denn er ist deutlich teurer als der bislang genutzte Schiffsdiesel und möglicherweise nicht in ausreichender Menge verfügbar. Eine Alternative für bestehende Schiffe ist die Installation von Abgasfiltern, so genannten Scrubbern. Diese reinigen die Motorenabgase von Schadstoffen wie Schwefel, Stickstoff und Feinstaub und reduzieren so den Emissionsausstoß um mindestens 90 Prozent.

Scandlines stattet alle vier Fähren auf der Linie Puttgarden-Rødby sowohl mit Scrubbern als auch mit einem Hybridsystem aus, das überschüssige Energie, die bei langsamer Fahrt oder bei Hafenliegezeiten gewonnen wird, in Batterien speichert. Die Fähren können damit ihren Treibstoffverbrauch an die Auslastung anpassen. Auf diese Weise werden bis zu 15 Prozent der CO2-Emissionen eingespart.

Die Reederei Color Line investiert rund 30 Millionen Euro in die neue Umwelttechnik mit Scrubbern. Im Hafen von Oslo werden die Color Line-Fähren zudem mit Landstrom betrieben.

Auf die Einhaltung des neuen Schwefelgrenzwertes stellen sich auch die weiteren auf der Nord- und Ostsee operierenden Reedereien ein. So wird in die bestehende Flotte von TT-Line Scrubber eingebaut. Auf MS Robin Hood installierte TT-Line im Sommer im Rahmen eines EU geförderten Pilotvorhabens ein Schiffs-Abgasreinigungssystem (Hybrid Scrubber) der Firma Wärtsilä. Die Installation erfolgte im Rahmen eines Werftaufenthaltes in Landskrona, Schweden. Bis zum Jahresende wird diese Anlage dann im laufenden Betrieb getestet, um ab 1.1.2015 verlässlich im Einsatz sein zu können. Andere Fährgesellschaften arbeiten ebenfalls an individuellen Lösungen.

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