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Gotlands Natur hat zwei Gesichter

Gotlands Natur variiert zwischen schroffen Steilküsten und sanften Sandstränden. Zwischen melancholischen Heidelandschaften und fruchtbarem Ackerland. Und zwischen lichten Laubwäldern und steppenartigen Trockenwiesen.

  • A part of the Hall-Hangvar nature reserve, Gotland
  • Typical yard on Fårö, Gotland
  • Fårö, Gotland
  • Helgumannens fiskeläge at Fårö, Gotland
  • Storsudret at Gotland

A part of the Hall-Hangvar nature reserve, Gotland

An den Steilküsten im Westen zeigen Wind und Wellen ihre beeindruckende Kraft: Verwitterte Felsen ragen bis zu vierzig Meter aus der Ostsee empor.
Gotland ist ein Kalksteinplateau, das sich nach der letzten Eiszeit aus dem Meer erhoben hat. Seit zehntausend Jahren nagen Meer und Wetter an seinen Rändern und haben bizarre Figuren entstehen lassen: Im Süden bewacht der Hoburgsgubben, der „Alte von Hoburg“, die Insel, ein mächtiger Fels, dessen Relief die Fantasie beflügelt. Im Norden trotzt ein ganzes Bataillon ausgemergelter Gestalten den Kräften der Erosion: Raukar werden die geheimnisvollen Felsformationen genannt. Sie stehen als Monolithe am Strand oder überragen im Landesinneren die Weiden.
 
Besonders beeindruckend sind die Raukar auf der Insel Fårö im Norden Gotlands. Aber nicht  überall ist die Küste schroff und karg. Dünen und  breiten Sandstränden südlich von Visby verdankt Gotland den Ruf einer Badeinsel. Die Schweden vom Festland schätzen die langen Sommer und die kinderfreundlichen Sandstrände rund um Tofta.

Heiden und Weiden

Im Inneren wechseln fruchtbare Äcker mit weiten Heideflächen. Schafherden ziehen über die Wacholder-Ebenen. Das Wappentier der Insel ist das Gutefår, das Gotland-Schaf mit dem charakteristisch geschwungenen Horn. Typisch für Gotland sind die lövängar, so genannte Hutewälder, die durch traditionelle Beweidung entstanden sind. In diesen lichten Laubwäldern ohne Unterholz ist die Vielfalt an Blumen, Kräutern und Schmetterlingen besonders groß.

Die Inseln rund um Gotland

Vier kleine Inseln gehören zu Gotland. Allesamt einzigartige Naturphänomene. Am  entlegensten ist Gotska Sandön. Dreißig Kilometer nördlich von Gotland ist diese zum  Nationalpark erklärte Sandinsel kein gewöhnliches Ziel für Ausflügler, sondern eher für  Biologen und andere Naturforscher.

In Sichtnähe vor der Westküste erheben sich die Kleine  Karlsinsel und die Große Karlsinsel. Die beiden Kalksteinplateaus der Karlsöarna sind als Miniaturausgaben von Gotland mit Ausflugsbooten zu erreichen. Hier leben wilde Gotland-Schafe und Pilgrimsfalken. Menschen sind nur als Tagesbesucher geduldet.

Die größte Insel ist nur durch einen schmalen Sund von Gotland getrennt: Nach Fårö pendelt eine kostenlose Auto- und Personenfähre im  halbstündlichen Takt. Auf Fårö gibt es so gut wie keine moderne Landwirtschaft.  Wacholderheiden, alte Steinmäuerchen, windgepeitschte Kiefern  und winzige Fischerhütten die in Helgumannens Fiskeläge prägen das Bild einer urtümlichen Kulturlandschaft. Die meisten und wohl schönsten Raukar Gotlands stehen an der Nordwestspitze. Zu den Felsformationen von Digerhuvud führt eine einsame Küstenstraße wie bis ans Ende der Welt.

Schwedens Film-Vater Ingmar Bergman hatte sich früh in Fårö verliebt und seinen Wohnsitz dorthin verlegt. Er lebte auf Fårö bis zu seinem Tod im Sommer 2007.

The 3.6 km long ring wall in Visby, Gotland

Historisches Erbe auf Gotland

Die mittelalterlich geprägte Insel ist ist von Mai bis September 2012 von Berlin aus direkt per Flug erreichbar. Und mit der Fähre das ganze Jahr über

Visby on Gotland

Gotland

Die Insel Gotland liegt vor der Südostküste Schwedens in der Ostsee.  Entdecken Sie Gotlands exotische und einzigartige Natur, die mittelalterliche Stadt Visby mit ihrer Stadtmauer und die vielen Veranstaltungen und Festivals, die das ganze Jahr über auf der Insel stattfinden.

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