Unterwegs werden Sie feststellen: Schweden ist nicht nur ein freundliches Land – sondern auch ein besonders fahrradfreundliches. In den Ortschaften und in deren Umfeld erwarten Sie ein gut ausgebautes Netz an Fahrradwegen – und Verkehrsteilnehmer, die einen rücksichtsvollen Umgang mit Radfahrern pflegen.
Und quer durch das ganze Land führen gut gekennzeichnete Strecken, die für kleinere Tagesausflüge genau so geeignet sind wie für große mehrtägige oder gar -wöchige Touren: Dank der vielen Campingplätze, Jugendherbergen und weiteren Übernachtungsmöglichkeiten.
Übrigens: Wenn Sie kein eigenes Fahrrad mitbringen möchten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich vor Ort eines zu leihen.
Stimmen Sie sich mit unseren Streckenvorschlägen schon mal ein bisschen auf Ihren nächsten Urlaub ein. Oder fahren Sie einfach spontan los – denn als Radfahrer liegen, beziehungsweise fahren, Sie in Schweden nie falsch.
Radeln auf den Spuren der Geschichte: Vom Vättern zum Sommen
Diese Route führt Sie durch eine malerische Kulturlandschaft – und einmal quer durch die gesamte schwedische Geschichte, von den Resten erster Ansiedlungen aus der Steinzeit bis hin zu prachtvollen Schlössern der Neuzeit. Aber auch das Naturerlebnis kommt nicht zu kurz: Dafür sorgen mystische Wälder und üppige Obstplantagen.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Immer auf dem Damm – quer durch Südschweden.
Diese einfache Tour entlang stillgelegter Bahngleise hat ihren ganz eigenen Reiz: Zwischen Halmstad und Karlshamn warten malerische Dörfer, alte Bahnhöfe, Wälder und Seelandschaften auf Sie.
Eine Tour wie aus dem Kinderbuch: Der Astrid-Lindgren-Pfad.
Auf einer reizvollen Tagestour von 52 Kilometern Länge radeln Sie durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur- und Kulturlandschaft bis Mariannelund. Tipp für ein ganz besonderes Mitbringsel: Eine selbstgezogene Kerze aus Ljusbodens Kerzengeschäft in Eksjö, dem Startpunkt.
Rund um Göteborg. Und rund um schön.
Fahren Sie auf einem 142 km langen, gut ausgeschilderten Radweg entlang der einmaligen Schärengärten einmal um Göteborg herum. Oder machen Sie zwischendurch einen Abstecher in die Stadt selbst – auch das lohnt sich.
Für sportliche Entdecker: Der Mälardalsleden.
444 km rund um Schwedens drittgrößten See, der in der Nähe Stockholms liegt – eine sehr gut ausgeschilderte Route, die zu 90% über asphaltierte Straßen führt, aber dennoch sportlich recht anspruchsvoll ist.
Zu Rade, zur Schiene und zur See: Der Nynäsleden.
Diese Route führt Sie aus dem Zentrum Stockholms bis nach Nynäshamn, von wo aus die Fähren nach Gotland ablegen – durch die aufregende und historisch sehr interessante Landschaft Södertörns. Sie möchten nicht die ganzen 89 km im Sattel sitzen? Kein Problem – steigen Sie einfach mit Ihrem Rad in den Zug! Fahrpläne und weitere Informationen finden Sie hier.
Schären-Hopping: Auf dem Archipelago-Radweg.
Erkunden Sie die unvergleichliche Schärenlandschaft an der südlichen Ostküste Schwedens auf einer abwechslungsreichen und ganz individuellen Tour per Rad und Fähre. Insgesamt gibt es 565 Kilometer Radweg entlang der Küste und zusätzlich 467 Kilometer auf den Inseln – allesamt sehr gut ausgeschildert.
Für die große oder kleine „Kanalfahrt“.
Besonders beliebt bei Radwanderern sind die Ufer des Göta-Kanals. Hier werden organisierte Touren für die einzelnen Abschnitte angeboten. Aber selbstverständlich bekommen Sie in den Touristeninformationen entlang der Strecke, zum Beispiel in Mariestad, Motala oder Söderköping auch detaillierte Informationen, mit denen Sie ihre ganz individuelle Tour planen können. In jedem Fall dürfen Sie sich auf wundervolle Aussichten, idyllische Zwischenstopps, viele Sehenswürdigkeiten und kulinarische Genüsse freuen.
Reif für die Insel? Mit dem Rad auf Gotland.
Schwedens größte Insel bezaubert mit ihrer artenreichen Naturlandschaft und lässt sich von ambitionierten Radlern auf dem Gotlandsleden mit dem Rad in zirka einer Woche umrunden. Aber auch für entspannte Tagesausflüge sind Sie hier richtig.
Nur ein Tipp von vielen:
Die Strecken, die durch eine „Alvar“ führen – eine einmalige schroff-schöne Landschaftsform, in der der typische Kalkboden der Insel nur spärlich bedeckt und bewachsen ist. Gotland ist das ganze Jahr über mit der Fähre zu erreichen – und zwischen Juni und August auch per Direktflug ab Berlin.