Die Jagd in Schweden

In Schweden gelten Jagd und Wildpflege als wichtiger, integrierter Teil der Erhaltung der Wildnis. Die Jagd ist eine sinnvolle langfristige Nutzung erneuerbarer Naturressourcen – und das wird auch in Zukunft so bleiben. Im Prinzip stehen alle Tiere (sowohl Säugetiere als auch Vögel) unter Schutz; sie dürfen nur in dem Umfang und auf die Art und Weise gejagt werden, die gesetzlich festgelegt ist. Der Schutz umfasst auch Eier und Vogelnester.

Jagdvereine: Etwa die Hälfte der schwedischen Grundbesitze gehört dem Staat oder großen Gesellschaften. Dies gilt besonders für den nördlichen und mittleren Landesteil. Für die meisten dieser Grundbesitze können Privatpersonen oder Jagdvereine Jagdlizenzen erwerben. Jagdmöglichkeiten für Besucher aus dem Ausland.

Da fast alle Jagdgebiete bereits vergeben sind, bestehen nur begrenzte Möglichkeiten, in Schweden ein Jagdrecht zu erhalten. Stattdessen können Jäger aus dem Ausland an einem so genannten Jagdaustausch in Schweden teilnehmen. Im Rahmen dieses Austauschs kann ein ausländischer Jäger einen schwedischen zur Jagd in sein Land einladen und seinerseits zu einer Jagd in Schweden eingeladen werden. Sehr beliebt ist auch die Möglichkeit, als bezahlender Gast in Schweden zu jagen. Immer mehr Grundbesitzer und Jagdvereine bieten diese Möglichkeit sowohl schwedischen als auch ausländischen Besuchern an.

Jagderlaubnis: Wer in Schweden jagen möchte, muss eine jährliche Wildpflegegebühr entrichten. Diese Gebühr gilt vom 1. Juli bis zum 30. Juni des darauf folgenden Jahres und liegt derzeit bei 200 SEK. Die Gebühr kann bei der Post eingezahlt werden. Die Quittung über den Betrag heftet man in die Jagderlaubnis, die man bei der Jagd stets bei sich tragen muss.

Jägerversicherung: Falls ein ausländischer Besucher keinen ausreichenden Versicherungsschutz mit Gültigkeit in Schweden hat, muss eine spezielle Jägerversicherung abgeschlossen werden, die sowohl persönliche Schäden als auch Dritten zugefügte Schäden deckt. Diesen Versicherungsschutz genießen alle, die für ein Jahr dem Schwedischen Jägerverband beitreten. Einschließlich Versicherung kostet die Mitgliedschaft zurzeit 200 SEK. Die Mitgliedszeitschrift ist jedoch nicht in diesem Betrag enthalten. Der schwedische Gastgeber kann seinem Gast bei der Besorgung von Jagderlaubnis und Versicherung behilflich sein.

Elchjagd: Jäger aus dem Ausland, die in Schweden Elche jagen möchten, müssen vor der Jagd über ihren Gastgeber einen Besuch im Trainingscenter für die Elchjagd buchen. Viele Grundbesitzer und Jagdleiter fordern, dass Elchjäger einen bestandenen Test (Niveau Bronze) vorweisen können, bevor sie zu einer Elchjagd zugelassen werden. Bei diesem Test schießt der Jäger aus 80 Metern Entfernung auf eine Elchattrappe in natürlicher Größe. Dabei muss er sowohl still stehende als auch sich bewegende Attrappen treffen.

Angeschossene Tiere: Die schwedischen Jagdgesetze sind sehr streng, insbesondere im Hinblick auf angeschossene Tiere. Bei der Jagd auf Huftiere muss laut Gesetz innerhalb von zwei Stunden ein speziell ausgebildeter Spürhund zur Verfügung stehen. Bei bestimmten Vogelarten muss ein Hund beim Abschuss dabei sein. Der schwedische Jagdleiter hat dafür zu sorgen, dass diese Auflagen erfüllt sind.

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