Auf der Jagd ergeben sich einzigartige Momente und starke Naturerlebnisse. Auch wenn es vor allem um die Jagd geht, so ist sie doch nicht das einzige, das die Sinne eines Jägers stimuliert. Wildpflege, Hundetraining, Schießübungen sind ebenfalls wichtige Teile der Jagd. Hierzu gehört auch, wie man das erlegte Wild am besten weiterverwertet, sei es das Zubereiten eines Wildsteaks oder das Säubern eines Fuchspelzes. Eine bestimmte Abschussquote ist notwendig, um die Wildschäden zu begrenzen, die in Wald und Flur sowie im Straßenverkehr vorkommen. Die Jagdsaison in Schweden geht von August bis Februar, also über Herbst und Winter.
Zusammen zu jagen ist eine Form Gemeinschaft zu erleben und geht bis zu den Anfängen der Menschheit zurück. Nach der Jagd am Lagerfeuer zu sitzen, ist für viele Jäger einer der Höhepunkte des Tages. In einer Jagdgemeinschaft wird man nach seiner Geschicklichkeit als Jäger und seinem Kameradschaftsgeist beurteilt und nicht nach seiner gesellschaftlichen Position. Dass es in Schweden ein so großes Interesse für die Jagd gibt, ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Hunderttausende von Elchen durch Schwedens Wälder ziehen. Und obwohl jährlich rund 250000 Jäger ca. 100000 Elche abschießen, liegt die Zahl der frei lebenden Elche noch 2-3 Mal höher.
Was muss man tun, wenn man in Schweden jagen will? Eine Möglichkeit ist die Teilnahme an einer Jagd als zahlender Gast. Immer mehr Grundbesitzer und Jagdgemeinschaften bieten sowohl schwedischen als auch ausländischen Jägern die Möglichkeit zum Jagen als zahlender Gast an. Besitzt man in seinem Herkunftsland einen Jagdschein, kann man mit einem schwedischen Jäger einen „Jagdtausch“ machen. Mehr hierzu und über die Bedingungen, die beim Einführen von Jagdwaffen gelten, Abgaben für Wildhege und wie man zum Zwecke eines Jagdtausches in Kontakt mit schwedischen Jägern kommt, können Sie beim schwedischen Jagdverbund erfahren.