Die Küste, die sich aus dem Meer erhebt

Die hohe Küste an der Ostsee, die sich durch die Provinz Ångermanland im Nordosten Schwedens zieht, wurde aufgrund ihres einzigartigen Land- und Meerespanoramas in die UNESCO-Liste der Weltkulturstätten aufgenommen.

Die Landschaft zeichnet sich durch eine fantastische Küstenlinie und Inseln aus, die sich steil und dramatisch aus dem Meer erheben. Der Grund für diese außergewöhnliche Landschaft ist die Landhebung, die hier im Anschluss an die letzte Eiszeit vor 9.600 Jahren begann, während die Küste mit einer über drei Kilometer dicken Eisschicht bedeckt war, und schneller als an jedem anderen Ort der Erde voranschreitet. Dieser einzigartige geologische Hintergrund erklärt auch die außergewöhnliche Flora und Waldlandschaft der Region, in der zahlreiche Baum- und Pflanzenarten vorkommen, die in diesen Breitengraden normalerweise selten zu finden sind. Ein weiteres Kennzeichen der hohen Küste ist der auffallend rote Nordingrå Granit der Klippen und Felsen.
 
Das von der Weltkulturerbe-Liste umfasste Gebiet, in dessen Mitte der Skuleskogen Nationalpark liegt, erstreckt sich über 100 Kilometer von Norden nach Süden. Die hohe Küste lässt sich am besten mit dem Auto entdecken, als Ausgangspunkt empfehlen sich die Städte Örnsköldsvik oder Kramfors. Im Sommer werden zudem Boots- und Fährtouren an der Küste entlang angeboten.
 
Die hohe Küste ist die Heimat von Schwedens gewöhnungsbedürftigster Spezialität, fermentiertem (mit anderen Worten: gegorenem) Hering, der von den einen wegen seines einzigartigen Geschmacks geliebt und von anderen wegen seines unnachahmlichen, äußerst starken Geruchs verabscheut wird. Die Saison des fermentierten Herings (Surströmming) ist Ende August und wird in der Region mit traditionellen Festen gefeiert.

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