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Zeit in Schweden
Sonntag, 20. Juli 2008 09:06

Einmalige Seelandschaften endloser Vielfalt

Mittelschwedens Ostküste wird von einem langgezogenen Schärengarten aus Tausenden von Inseln, Schären und Holmen gesäumt, die teilweise karg und dramatisch und teilweise grün und mit üppiger Vegetation bewachsen sind.

Ein einsames Haus steht im Sonnenuntergang der Stockholmer Schären
Stockholms Schären
Foto: Ove Eriksson/ Nordicphotos

Im Sommer ist diese einzigartige Inselwelt ein Eldorado für Segler und anderes „Bootsvolk“, das für seine Besucher ständig neue Panoramas und Erlebnisse bereithält. Die meisten Inseln sind unbewohnt und für jedermann zugänglich, der sie mit dem Boot erreichen kann. Die zahlreichen, idyllischen Buchten und Felsen, an denen Sie über Nacht ankern können, laden zum Baden, Sonnen und Picknick machen ein - vorausgesetzt, der bisweilen unberechenbare nordische Sommer spielt mit. Ein Wochenendausflug mit dem Boot im Juni, Juli oder Anfang August, wenn die Tage lang und die Nächte kurz sind, ist ein unvergessliches Erlebnis, das jedem Menschen mindestens einmal im Leben vergönnt sein sollte.

An der Küste entlang und draußen auf den Inseln gibt es zahllose, freundliche Städtchen, Dörfer und alte Fischerhäfen, in denen es komfortable Unterkünfte in unterschiedlichen Preislagen sowie Restaurants und Cafés gibt und - vor allem im Sommer - zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Wenn Sie kein Boot haben, können Sie von einer der Küstenstädte wie Öregrund, Grisslehamn, Östhammar, Kapellskär, Norrtälje, Stavsnäs, Waxholm, Dalarö und Nynäshamn - oder natürlich auch vom Zentrum Stockholms aus die Fähre nehmen. Sie können eine Woche, einen Monat oder natürlich auch länger von Insel zu Insel fahren, ohne dass die Gefahr besteht, dass es Ihnen langweilig wird. In den oben genannten Städten und auch an vielen anderen Orten besteht zudem die Möglichkeit, Boote, Kajaks und Fahrräder zu leihen.

Der nördlich vor Roslagen gelegene Schärengarten mit seinen meist unbewohnten, mit Nadelwald bewachsenen Inseln ist einsamer und karger. Hier kann man selbst im Juli in der Hochsaison die malerische Stille und Einsamkeit des Schärengartens genießen und Vögel beobachten. Im südlichen Schärengarten sind mehr Boote und Urlauber unterwegs und in den Küstenstädten herrschen während der Sommermonate meist reges Treiben und ausgelassene Partystimmung. 

Ein einsames Haus steht im Sonnenuntergang der Stockholmer Schären
Segeln am Baggensfjärden im  Stockholmer Schärengarten
Foto: Henrik Trygg
Die Schärengärten sind im Winter nicht weniger spektakulär, jedoch schwieriger zu erreichen und verlangen ihren Besuchern etwas mehr ab. Die meisten Städte und Dörfer sind jedoch das ganze Jahr über mit der Fähre zu erreichen und ein Winterausflug zu einem der zahllosen gemütlichen Gasthöfe und Hotels, die das ganze Jahr über geöffnet haben - zum Beispiel zum Julbord, dem typisch schwedischen Weihnachtsbuffet - ist ein weiteres, unvergessliches Schärengartenerlebnis. Im Frühling und Herbst eignet sich ein Ausflug in den Schärengarten hervorragend für einen geruhsamen Spaziergang oder zum Blumenpflücken, Pilze- oder Beerensammeln. Wenn Sie gerne angeln, ist die Hecht- und Seeforellensaison im Frühling und Herbst eine Attraktion, die zahllose Enthusiasten aus ganz Europa und anderen Teilen der Welt anlockt.

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